Frozen River

frozen-river-coverMelissa Leo, bekannt unter anderem aus “Kurzer Prozess“, überzeugt in dem packenden und mitreißenden Thriller „Frozen River“ als toughe Protagonistin. In einem äußerst kniffligen Spiel zwischen Handlangern, Hintermännern und illegalem Menschenhandel entsteht dabei eine ganz besondere Freundschaft…

Die Story: Als wäre das Weihnachtsfest nicht stressig genug, muss Ray einsehen, dass ihr spielsüchtiger Mann sie mitsamt der Ersparnisse verlassen hat. Ihre Hoffnung, jemals aus dem Trailerpark an der amerikanisch-kanadischen Grenze zu entkommen, schwindet immer mehr. Glücklicherweise kann die verzweifelte Mutter wenigstens den Diebstahl ihres Wagens gerade noch abwenden. Dabei begegnet ihr Lila – zunächst ein heikles Zusammentreffen. Nach längerem Zögern steigt Ray jedoch in einen gefährlichen Deal ein: Sie schmuggelt gemeinsam mit Lila illegale Einwanderer über einen zugefrorenen Grenzfluss, um mit dem Lohn ihre Kinder zu ernähren. Ein gefährliches Spiel beginnt…

“Frozen River“ weicht von den für das Genre üblichen Weihnachtsthemen ab – Das Feste der Feste dient hier vielmehr als Kulisse, vor der sich eine packende Story entspannt, die in starkem Kontrast zu den sonst so besinnlich-weihnachtlichen Szenerien steht. Der Plot fesselt von der ersten bis zur letzten Sekunde, was neben dem guten Drehbuch vor allem am gelungenen Cast liegt: Neben Melissa Leo alias Ray punktet vor allem Misty Upham in der Rolle der Native Lila. Beide spielen die nicht immer sympathischen aber zutiefst menschlichen Charaktere wirklich grandios und tragen das brenzlige Katz-und-Maus-Spiel des mehr oder weniger unfreiwilligen Menschenhandels spannend bis zum Schluss. Beide sind in ihren Rollen gefangen, beide wissen sich nicht anders zu helfen, als den Weg in die Illegalität zu suchen und dabei letztendlich doch nur kleine Rädchen in einer großen Maschinerie zu sein, aus der sie nicht mehr entkommen können. Genau in diesen Zwiespalt nimmt der Streifen den Zuschauer mit, ohne zu moralisieren oder den Zeigefinger zu heben. Zugegeben: Nicht wirklich weihnachtlich – dann aber wieder doch, wenn man die weihnachtliche Botschaft der Nächstenliebe ernst nimmt.

viermuetzenFrozen River: Unser Fazit

Wer den etwas anderen Weihnachtsfilm sucht und dabei auch ernsthafte Themen nicht scheut, dem sei „Frozen River“ ans Herz gelegt. Der Streifen konnte neben zwei Oscarnominierungen auch zahlreiche Independent-Preise abräumen und wurde von Kult-Regisseur Quentin Tarantino in höchsten Tönen gelobt!

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